Um bestehende Marketing-Programme zu optimieren, ist es
notwendig, den Entscheidungsprozess beim Käufer näher unter die Lupe zu nehmen.
Erst dann wenn wir genau verstehen, wie der Käufer denkt, welchen
Informationsbedarf er zu welchem Zeitpunkt hat, welche Personen am
Entscheidungsprozess beteiligt sind welche Motive (corporate und private) die
Beteiligten haben, können wir geeignete Marketing-Programme entwickeln, die den
potentiellen Kunden im Buying Cycle voran treiben.
Wir haben den Buying Cycle aus Sicht des Bedarfes eines
potentiellen Kunden analysiert. Den Bedarf teilen wir in latenten, erkannten,
konkreten und abgestimmten Bedarf ein.
Der latente Bedarf:
Der Käufer hätte zwar Verwendung für Ihr Produkt, weiß es
aber nicht und kennt auch Ihre Lösung nicht. Die Initiatoren in den Unternehmen
(Vorstände, Geschäftsführer und Leiter der Fachabteilungen) sowie deren
externen Berater sind offen für Anlagen, Produkte oder Dienstleistungen, die
Prozesse optimieren und zu Qualitätssteigerung bzw. Kostenreduktion führen. Die
Führungskräfte informieren sich über Innovationen in Special Interest Medien,
Fachvorträgen, Gesprächen mit Branchenkollegen, etc.
Der erkannte Bedarf:
Das Unternehmen hat das Thema, Investition in Anlage X,
Lösung Y oder Dienstleistung Z auf der Agenda. Das Buying Center formiert sich.
Es werden Personen definiert, die Informationen über den quantitativen und
qualitativen Nutzen einer entsprechenden Investition für das Unternehmen
einholen. Die Informationen enthalten in der Regel Branchenberichte, evtl.
Aussagen von Konkurrenzunternehmen, Berichte in Fachmagazinen. Weiters erfolgt
eine Analyse der Anforderungen an das Produkt/die Lösung. Externe Berater
spielen in dieser Phase eine wichtige Rolle.
Der konkrete Bedarf:
Das Unternehmen hat die Entscheidung über eine
Investition getroffen. Die passenden Anbieter werden genau aufgelistet (Long
list), über individuelle Ausschlussverfahren werden die Anbieter ausgewählt,
die zur Anbotslegung eingeladen werden.
Der abgestimmte Bedarf:
Über eine Ausschreibung und/oder Präsentationen im
Unternehmen werden die Lösungen/Produkte der Anbieter verglichen und der Bedarf
auf die vorgelegten Angebote abgestimmt. Die Anforderungen an das Produkt/die
Dienstleistung werden aufgelistet und die Bedarfserfüllung oft über
Punktesysteme bewertet. Bevorzugte Anbieter erhalten die Möglichkeit, Preise
oder Bedingungen nach zu bessern, bevor die endgültige Entscheidung fällt.
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